Textquellen für das Werk
“Bei seinem Eintreffen in jeder neuen Stadt findet der Reisende etwas von seiner Vergangenheit, das zu besitzen er nicht mehr gewußt hat: Die Fremdheit dessen, was du nicht mehr bist oder nicht mehr besitzt, erwartet dich auf der Schwelle fremder Orte, die du nicht besitzt.“
Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte, München 1984.
“Städte wie Träume sind aus Wünschen und Ängsten gebaut, auch wenn der Faden ihrer Rede geheim ist, ihre Regeln absurd, ihre Perspektiven trügerisch sind und ein jedes Ding ein anderes verbirgt.“
Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte, München 1984.
„Die Hölle der Lebenden ist nicht etwas, was sein wird; gibt es eine, so ist es die, die schon da ist, die Hölle, in der wir tagtäglich wohnen, die wir durch unser Zusammensein bilden. Zwei Arten gibt es, nicht darunter zu leiden. Die eine fällt vielen recht leicht: die Hölle akzeptieren und so sehr Teil davon werden, daß man sie nicht mehr erkennt. Die andere ist gewagt und erfordert dauernde Vorsicht und Aufmerksamkeit: suchen und zu erkennen wissen, wer und was inmitten der Hölle nicht Hölle ist, und ihm Bestand und Raum geben.“
Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte, München 1984.
“Unser Leben gehört nicht uns allein. Wir sind verbunden mit anderen, Vergangenheit und Gegenwart, und durch jedes Verbrechen und jede Freundlichkeit gebären wir unsere Zukunft.“
David Mitchell, Cloud Atlas, 2004.